Samstag, 17. August 2013

Comicreview: Trillium 1



Wo nimmt dieser Kerl nur seine Zeit her. Schläft der nicht? Hat er keine Hobbies, keine Freunde? Das Jeff Lemire begnadet ist wissen wir! Das ein gewisser Hype um ihn gemacht wird auch. Das der Zenit erreicht ist, haben wir alle vermutet und dann kommt er mit Trillium und zeigt es wieder allen Kritikern.
Ich fange mal mit der Aufmachung an. Ein Comic, zwei Sichtweisen! Die Geschichte beginnt auf zwei verschiedenen Zeitebenen, die getrennt auf einander zulaufen. Lemire hat sich gedacht, dies auch so im Comic zu verpacken. Eine Geschichte läuft bis zur Hälfte und dann Comic umdrehen und von vorn anfangen. Dementsprechend hat es auch zwei Cover, zwei Hauptakteure und einen begeisterten Nerd 2.0!
Meine Begeisterung wurde dann auch noch thematisch auf einen Höhepunkt gebracht, denn es geht um südamerikanische Einwohner, Forscher und Science-Fiction. Hey danke Lemire. Genau so etwas brauchte ich mal wieder. Auf der einen Seite haben wir Nika, eine Wissenschaftlerin aus dem Jahr 3797. Sie erforscht eine mystische Stätte, mit noch mysteriöseren Aliens und gerät unter Zeitdruck, denn scheinbar breitet sich ein gefährlicher Virus in der Galaxis aus und dieser kommt dem Forschungsschiff immer näher. Auf der anderen Seite haben wir William, einen ehemaligen, unter Traumata leidenden Soldaten im Jahr 1921. Er schließt sich einer britischen Expedition nach Südamerika an, welche einen magischen Inkatempel sucht. Mehr Infos gibt es nicht, denn auf spoilern habe ich heute keine Lust.

Nur so viel: alles läuft aufeinander zu, auch die Comicseiten!

Soweit ich es verstanden habe ist es als 8-teilige Miniserie geplant und die erste Ausgabe wieder mal in kürzester Zeit vergriffen. Entweder ihr findet eines der raren Exemplare, es gibt einen Secondprint oder ihr wartet auf das Trade, aber eines muss gesagt sein: Pflichtlektüre.
Ich mag Lemires groben Zeichenstil und hier beweist er wieder mal was für ein fabelhafter Autor er doch ist. Nachdem Sweet Tooth doch etwas holprig geendet ist und Frankenstein für mich grundlos eingestellt wurde ist Lemire zurück und gleichzeitig für mich auch Vertigo, ein Publisher, den ich für mich bereits ad acta gelegt hatte.

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