Freitag, 8. März 2013

Comicreview: Justice League of America #1



Ich melde mich mal zurück. Während andere aus dem DC Universum nach und nach aussteigen erweitert sich bei mir nach und nach mein Abofach im Groben Unfug mit The New 52 Zeug. Ich weiß auch nicht wieso, aber erst kam dieses Death oft he Familiy Crossover und schwupps waren Teen Titans, Batgirl und Redhood wieder auf meiner Liste. Ich schaue mir hier noch die Nachwehen an und dann wird wieder mal aussortiert werden müssen. Diese Woche habe ich mich nun auch noch spontan dazu entschieden der Justice League of America eine Chance zu geben. Warum fragt ihr? Na meine Catwoman ist doch dabei. Nun gut der Grund ist auf den ersten, wahrscheinlich auch auf dem fünften oder fünfzigsten Blick albern, aber hey, so bin ich halt. 
DC hat mit dem Start der nunmehr dritten Auflage der JLA ein kreatives Dreamteam ans Reißbrett gesetzt. Autor Geoff Johns und Zeichner David Finch genießen beide ein hohes Ansehen bei mir und daher ein weiterer Grund sich wenigstens mal den ersten Run zu Gemüte zu ziehen.

Variantcover in hoher Stückzahl erfreuen sich in letzter Zeit großer Beliebtheit, jedenfalls seitens der Verlage. Zum Neustart des amerikanischen Superheldenhaufens hat sich DC was ganz besonderes ausgedacht und liefert für den treuen, amerikanischen Patrioten nicht nur ein reguläres Cover mit der Stars & Stripes Flagge, sondern gleich noch je ein Variant für jeden amerikanischen Staat. Okay, für mich zu viel des Guten, aber ich konnte mit Patriotismus eh noch nie was anfangen. Irgendwie musste ich im Unfug die ganze Zeit an Dr. Sheldon Coopers Videocast „Spaß mit Flaggen“ denken. Egal! Soll jeder haben wie er es braucht. Übrigens habe ich mir die Ausgabe mit der US-Flagge im Groben Unfug gegriffen, doch im Shop findet ihr auch so ne Exotencover wie Connecticut oder Wisconsin mit ihrem jewiligen Wappen.   

Das erste Heft dient der Einführung der Hauptfiguren und ist somit die klassische Origin. Wie kam es zu dem Team, wer hat es gegründet und warum. Alles ist sehr dialoglastig mit äußerst wenig Aktion. Steve Trevor bekommt den Auftrag die Justice League of America zu leiten und sträubt sich anfänglich den Job anzunehmen.

Die Zusammensetzung der Justice League ist das eigentlich interessante und auch Hauptthema der ersten Ausgabe. Legen wir mal das Augenmerk auf die Damen im Bunde. Was haben eine Diebin wie Catwoman und eine Killerin wie Katana in einer von der amerikanischen Regierung initiierten Superheldenvereinigung zu suchen? Klingt erst einmal abwegig und dann wieder auch nicht. Ihre Fähigkeiten sind einzigartig, speziell und einsatztauglich. Diejenigen, die gleich wieder wegen Catwomans Ausschnitt rumnölen sei gesagt: „Dit muss so sein!“ Catwoman ist Sexappeal pur und alles andere wäre laaaaaaaaaaaaaangweilig! Katana hat erst kürzlich ihre eigene Reihe bekommen und wird in der neuen Batman Animated Series an der Seite des Dunklen Ritters über die TV Bildschirme flimmern. Die junge Dame wird also immer intensiver im DCU verankert und es bleibt abzuwarten, was die Autoren mit ihr anfangen werden. Es sind zwei starke, selbstbewusste Frauen, die nun gute Stories brauchen und hier ist nun Geoff Johns am Zug. Die dritte Dame im Bunde ist dann wohl Stargirl und da bin ich ganz ehrlich: kenn ick nich und wenn ich sie kennen sollte, dann ist sie mir einfach auch nicht im Gedächtnis geblieben und viel Platz hat sie im ersten Heft auch noch nicht bekommen.
Zu den Herren der League sei gesagt, dass wir zum einen den Colonel Steve Trevor haben, der das Team anführen soll. Ihm zur Seite stehen Hawkman, dem seine eigene Reihe nur für kurze Zeit einen Soloauftritt sicherte und von Booster Golds Rückkehr wird auch irgendwie gemunkelt. Geoffs Johns Eigenkreation Green Lantern Simon Baz als amerikanischer Araber in der League war zu erwarten und ist doch irgendwie komisch. Wird hier die Friedensflagge Richtung naher Osten geschwungen? Green Arrow bekommt genauso einen Platz an der nationalen Front wie J’onn J’onzz. Letztendlich sind sie nur die Ersatzmannschaft, von welcher die US-regierung denkt, sie könnte sie unter Kontrolle halten. Auch das wird natürlich nicht so sein.
Wie bereits gesagt werden ein paar der Charaktere beleuchtet, etwas zur Gründung erwähnt aber letztendlich alles mit viel Text, vieles ist langweilig und Stimmung kommt noch nicht auf, doch warum habe ich es ins Abo genommen. Vieles deutet darauf hin, dass große Storyteile des Justice League of America Arcs das kommende Großevent Trinity War aufbauen und ich habe mir zum ersten Mal vorgenommen solch ein DC Event mitzunehmen. In den vergangenen Jahren habe ich mich immer wieder nur in meine Batman Hefte verkrochen und alles andere ringsherum ausgeblendet, selbst Flashpoint hatte ich anfänglich nur die Batman Hefte gelesen und erst kurz vor dem The New 52 Relaunch dann doch noch wenigsten den Hauptteil des Events nachgeholt. Dieses Mal will ich es wissen. Es ist mein Härtetest. Wie viel DC Gedöns halte ich aus, wie viel muss man von solch einem Event lesen um ihn zu verstehen. Nach dem Event bin ich dann wohl Pleite, um eine Kiste Comics und an Erfahrung reicher. Der Rest wird sich zeigen.

Das Artwork von Finch ist bei weitem nicht so beeindruckend, wie der Herr eigentlich könnte und lässt doch erheblich zu wünschen übrig. Es ist nicht dahingekliert, aber auch kein Meisterwerk. Es reicht wohl es als Fließbandarbeit abzustempeln.Man könnte fast zynisch behaupten, er hat diesen Comic so gezeichnet wie er Comics auf der London Super Comic Con signiert hat. Seine Unterschrift ist nun wirklich unansehnlich, aber drei meiner The Dark Knight Variantcover ziert sie nun.
Mehr vielleicht später….

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