Donnerstag, 10. Januar 2013

Comicreview: Django Unchained #1 - Der Comic zum Film



Bereits auf der San Diego Comic Con offerierte Quentin Tarantino zur Freude der Anwesenden bei dem Watchman Before Panel, dass es ein Comic zur Verfilmung geben wird. Es ist meist ein Dilemma um Comics zu Filmen, doch hier hat Tarantino seine Finger im Spiel. Wird es dadurch eventuell besser?
Ich ein großer Fan des  Westerngenre, jedoch ist es schwer zwischen diesem ganzen Celluloidmüll wirklich Qualitätsarbeit zu finden. Sicherlich sind die Maßstäbe hoch nachdem man einen Sergio Corleone Italowestern mit Ennio Morricone Musik unterlegt gesehen hat. Richtige Perlen sind dann selten. Als letzten guten Western darf man eigentlich nur Dead Man bezeichnen. Tarantino als Filmkenner und noch größerer Filmfan als wir alle zusammen schafft es immer wieder sich dem ihm vorliegenden Projekt mit völliger Hingabe zu widmen und dementsprechend groß ist mein Vertrauen in sein nächstes Werk, doch ein Comic zum Film? Muss das sein?

Keine Frage: das ist nicht nur ein Comic zum Film! Das ist das adaptierte Drehbuch des Meisterregisseurs ohne Kürzungen nur weil die übliche Filmlänge überschritten wird. Seien wir ehrlich, das Fernsehen hat den durchschnittlichen Kinogänger verzogen. Die Werbepinkelpausen im Privatfernsehen haben die Sehgewohnheiten verändert und schon habe ich im Kino nach einer halben Stunde ein gutes Dutzend hibbeliger Zuschauer um mich herum und im schlimmsten Fall direkt hinter mir, der dann auch noch nervöse Fußzuckungen bekommt und mir ständig in den Rücken tritt.


Aber zurück zum eigentlichen Thema. Django Unchained #1, der Comic! Zu allererst muss ich die Sprache erwähnen. Christoph Waltz spielt einen Deutschen und das kann man tatsächlich im Comic hören/lesen. Die Dialoge beziehen sich mehrfach darauf, dass andere ihn schwer verstehen und grammatikalisch ist der Satzbau teilweise verhunzt. Nicht unbedingt so, wie ein Deutscher ihn sprechen würde, aber sie haben sich Mühe gegeben. Die Charakterzeichnungen sind zwar bisher nicht gerade detailreich und für ein erstes Heft vollkommen ausreichend.

Zeichner R.M. Guéra fühlt sich sichtlich wohl in dem Westerngenre. Bereits bei Scalped bewies er sein können und schafft es die Aktionszenen zu Pferd aber auch die Stille der Wüste in seinen Panels einzufangen. Besonders hoch rechne ich ihm an, dass die Figuren nicht reine Kopien der Filmdarsteller sind. Häufig kämpfen gerade Comics zum Film mit den Gesichtern der Schauspieler. Es wird versucht zu kopieren, so nah wie möglich am Realismus zu sein und vergisst dabei den Rest. Django unchainend verzichtet auf diese absolute Genauigkeit und legt mehr Wert auf Panelaufbau, Gestaltung und Farbgebung. Ist mir nur recht so.   

Der Film kommt in Deutschland am 17. Januar 2012 in die Kinos doch bereits gestern wurde Christoph Waltz für den Oscar nominiert. Aus den ersten Reaktionen aus den USA interpretiere ich eine gerechte Wahl, wieder einmal. Als Nachklang gibt es noch den Trailer und ich freue mich riesig auf den Gang ins Kino. Im Gegensatz zu Inglorius Basterds werde ich dieses Mal nicht den Fehler machen und gleich in die englischsprachige Vorführung gehen. 


Update
Für Micomics habe ich ein Video für die neue Reihe "durchgeblättert gedreht. Thema ist dieser Comic zu Django Unchained. Schaut es euch an und Feedback jeglicher art ist gern gesehen.


Kommentare:

  1. Sergio Corleone = Sergio Leone
    Corleone = Der Pate
    (oder ich hab den Wortwitz nicht verstanden....

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  2. Sergio Corleone = Sergio Leone
    Corleone = Der Pate
    (oder ich hab den Wortwitz nicht verstanden....

    Zu:
    Der Film kommt in Deutschland am 17. Januar 2012 in die Kinos
    = also 17. Januar 2013 halt...

    wer schreibt denn da, und l

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  3. Zu: "...in Deutschland am 17. Januar 2012 in die Kinos"

    = kam in Deutschland am 17. Januar 2013 in die Kinos

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