Mittwoch, 14. November 2012

Comicreview: Malcolm Max im Comix



Ich bin heute im Bahnhofskiosk über Comix Ausgabe 10/2012 gestolpert. Seit ein paar Ausgaben verfolge ich erstmalig mit besonderem Augenmerk das monatlich erscheinende Comicmagazin wegen der Printversion der Licht-Knirpse von Thorsten Kiecker. Dieses Mal hat aber Malcom Max mein Interesse geweckt.

In Erlangen beim diesjährigen Comic Salon kündigte der Splitter Verlag für März 2013 eine neue Eigenproduktion mit dem Titel Malcom Max an. Die ersten Bilder zeigten ein düsteres Szenario. Alles hatte etwas von Gothic oder Steam Punk. Genau konnte man es noch nicht einschätzen. Als dann noch der Name Ingo Römling fiel wusste ich sofort, dass dies auf jeden Fall in meiner Einkaufsliste aufgenommen wird.

Nun überraschender Weise findet die Erstveröffentlichung im Comix Magazin statt. Die ersten sechs Seiten zeigen ein in Sepia gehaltenes London im Jahr 1889. Eingeleitet wird die Geschichte mit einer kurzen Figurenvorstellung. Malcom Max ist Waise und wurde von der Geheimloge „Custodes lucis“ aufgezogen in deren Auftrag er sich nun paranormalen Phänomenen stellt. Zur Seite steht ihm die Halbvampirin Charisma Myskina aus den Karpaten. So abgedroschen die Namen auch klingen mögen, umso genialer sind die spritzigen Dialoge. Alles wirkt frisch, neu und nahezu ungezwungen. Das Szenario stammt von Peter Mennigen, der sich mit der Story sicher nicht auf neuen Gefilden befindet, keine neue Wege beschreitet, aber was man auf jeden Fall feststellen muss, er kombiniert Genre exzellent. Detektivgeschichte, Sagengestalten, etwas Horror und ein viktorianisches London sind eine passender Mix. Für Römling ein dankbares Szenario, welcher seine Fähigkeiten am Zeichenbrett zur Geltung bringen kann, obwohl er sich keineswegs beweisen muss, denn bei "Die Toten" aus dem Hause Zwerchfell hat er bereits mehrfach sein Talent bewiesen.

Ich freue mich auf die nächsten Seiten im kommenden Comix Magazin und werde wahrscheinlich trotzdem nicht auf den noch erscheinenden ersten Band „Body Snatchers“ bei Splitter verzichten können.      

Update vom 25. Mai 2013:
Meine vollständige Review des Bandes findet ihr nun hier bei micomics

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