Sonntag, 8. Juli 2012

Comicreview: The Walking Dead #100 – Something to Fear Part Four


Gestern ist die langerwartete 100. Ausgabe von The Walking Dead erschienen und hat mich wie zu erwarten war mit einem Kloß im Hals zurückgelassen. Mit neun verschiedenen Coverversionen (u.a. von Marc Silvestri, Frank Quitely, Todd McFarlane, Sean Phillips, Bryan Hitch, Ryan Ottley) ist die Jubiläumsausgabe pünktlich zur Comic Con in San Diego erschienen und mein Grober Unfug in der Torstrasse hat alle für mich beschaffen können. Haltet euch ran, denn sieben Versionen sind bereits als „out of print“ gemeldet.

In dem aktuellen Arc „Something to Fear“ wurde ein gefährlich und bisher gesichtsloser Gegner namens Negan aufgebaut. Dieser Tyrann führt eine große Gruppe von Gemeingefährlichen. Ich nenne sie mal Rocker, denn das passt am ehesten als Beschreibung. Ricks Lager wurde entdeckt und er erwartet einen Angriff auf die Siedlung. Kurzerhand wurde in der letzten Ausgabe entschlossen nach Hilltop aufzubrechen und um Hilfe zu bitten. Die 100. Ausgabe steigt direkt in die Fahrt nach Hilltop ein.

Während einer nächtlichen Rast wird Rick von Negan und einer Armee von Rockern überrascht. Jegliche Gegenwehr ist zwecklos. Negan macht Rick mit wenigen Worten klar, dass er sehr erbost über die vergangenen Tage und die Anzahl der Todesopfer auf seiner Seite ist. Seine Bedingungen sind eindeutig: 50% von allem was sie produzieren oder finden. Er kann jedoch nicht so einfach über die von Rick getöteten Kameraden hinwegsehen. Er fordert ein Opfer und versucht aus der kleinen Gruppe um Rick eine Wahl zu treffen. Ist es Carl, Maggie, Michonne, Glenn oder Rick selber?  

Ich möchte an dieser Stelle jedem die Chance lassen und habe wieder einen meiner eigenwilligen Spoilerkasten gebastelt. Einfach die Fläche unter diesem Text markieren und plötzlich wird die Zauberschrift sichtbar.

Er kann sich nicht entscheiden und so fällt das Todesurteil durch das „Eene, meene, muh“-Spiel und es trifft … Glenn.

Ich war so schockiert und saß mit offenem Mund in der U-Bahn. Das kann Robert Kirkman doch nicht mit mir machen. Er kann doch nicht so einfach eine meiner Lieblingsfiguren so abtreten lassen und wenn man das bereits vor einiger Zeit veröffentlichte wrap-around Cover mit den verstorbenen Personen aus The Walking Dead genauer betrachtet, dann ist da ein ziemlich derber Spoiler versteckt. Zeichner Charlie Adlard schaffte es mit seinen Zeichnungen und seiner Panelanordnung- und –aufbau einen bildlichen Spannungsbogen aufzubauen und so die Wirkung der grausamen Szene noch erheblich zu steigern.

Ich bin jedenfalls begeistert und schockiert zugleich. Ein wirklich geniales Heft, welches ich euch nur ans Herz legen kann.

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1 Kommentar:

  1. Habs inzwischen auch gelesen und am Ende hatte ich fast das Gefühl, dass ich mich übergebn muss.

    Ich hatte zwar schon einige Theorien gehört... aber wirklich daran geglaubt habe ich bis zum Ende nicht.

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