Freitag, 15. Juni 2012

Was haben Batman, Joker und Slash gemeinsam?


Ich liebe Berlin. Am letzten Dienstag traf ich Rags Morales und Guillem March und danach ging es zum Konzert von Mötley Crue und Slash. Ganz ehrlich was will man mehr von einem Tag erwarten, aber ich beginne mal von vorn.

Ich war letztes Wochenende zum ersten Mal beim Comic Salon in Erlangen. Ich bin immer noch etwas überwältigt von den drei Tagen und die ganze Woche war etwas stressig, daher habe ich meinen Blog etwas vernachlässigt. Vernachlässigt hatte ich auch die Signierstunden von Panini auf dem Salon, da die vom Verlag organisierte Signiertour der beiden The New 52 Zeichner am 12. Juni 2012 im Berliner Comicshop Grober Unfug angekündigt waren. Also warum anstellen, warum auf Glück hoffen und würfeln? Gleitzeit sei Dank erschien ich kurz nach 16 Uhr in der Torstraße und musste erschrocken eine Schlange feststellen. Sagt mal ihr Berliner: müsst ihr nicht arbeiten, studieren oder was auch immer?

Guillem March @ Grober Unfug
Ich bildete nun die folgenden zwei Stunden das letzte Glied in der Schlange, aber ich habe immer noch nicht erwähnt für was ich mich da eigentlich angestellt habe? Eigentlich ist dies keiner Erklärung wert, denn es handelt sich um den Rags Morales, der unter anderen die von DC neugestartete Action Comics Reihe gezeichnet hat und um Guillem March, der zwar in der Comicnerdgemeinde etwas umstritten ist, aber aus meiner Sicht der Catwoman im Neustart genau den richtigen Sexappeal verpasst hat. Absolut Geschmackssache und für viele Emanzen (und deren männlichen Pendants) ein Frevel. Wie kann man nur die Brüste von Catwoman zeigen? Wie kann man nur Catwoman Batman vernaschen lassen? Hey habt ihr die letzten 40 Jahre verpasst: das muss so! Punkt!

So erst Mal ein paar Leser vor den Kopf gestoßen und vergrault (sorry Ti_leo). Weiter im Text.

Rags Morales @ Grober Unfug
Ich stand also 2 Stunden an und war etwas unter Zeitdruck, denn um 19 Uhr war Einlass in der Max-Schmeling-Halle zu einem der besten Rockkonzerte dieses Jahres. Von Geduld war also bei mir keine Rede mehr. Das Warten wurde wie zu erwarten war mit einer aus meiner Sicht grandiosen Zeichnung belohnt. Ich hatte während der Signierstunde immer mal wieder geluchst was die anderen Comicfans gezeichnet bekommen haben und muss sagen, dass die Beiden sich wirklich Mühe gegeben haben. Jeder der Wartenden erhielt je eine Zeichnung und so viele Signaturen wie er wollte. Bescheiden wie ich bin hatte ich nur meine beiden US-Ausgaben von Action Comics und Catwoman für eine Signatur dabei. In Erlangen hatte ich mir am Panini-Stand noch die letzte Batman Ausgabe in der limitierten Sketchversion mitgenommen und dieses Heft habe ich mir von den beiden Künstlern veredeln lassen. Seht was für ein geniales Cover dabei rausgekommen ist.
 Ich kann mich immer nur wiederholen, dass ich einfach nur neidisch auf solches Können bin. Ohne Vorzeichnung sieht man schon nach wenigen Strichen die Grundzüge der Charaktere. Man hat Morales und March angesehen, dass sie Spaß an meiner Idee hatten. Morales war der erste Sketch vorbehalten und hat March eine schöne Vorlage gegeben. Ich wünschte mir Batman und Joker, was sonst, denn es sich die mir am Herzen liegenden Figuren aus dem DC- Universum. Hier ein großes Dankeschön an Rags Morales, Guillem March, Panini und dem Groben Unfug für diese Signierstunde. Mein Cover werde ich wohl erst als Erbe weitergeben und für immer in Ehren halten. Für dieses gemeinsame Foto bin ich über Leichen gegangen. Letztendlich hat es „nur“ ein Wasserglas das Leben gekostet, aber das ersetze ich heute noch beim Abholen meines überfüllten Abofachs. Also bis gleich werte Busfahrer vom Groben Unfug. Das hätte ich fast vergessen: Schlangestehen mit Ein Comicleben lohnt sich. Hat wirklich Spaß gemacht mit dir die Zeit zu überbrücken.

Nun war es 18 Uhr und ich stand unter erheblichen Zeitdruck, denn in einer Stunde war Einlass in der Max-Schmeling-Halle. Slash ich komme. Ich muss nur noch von Mitte nach Steglitz, meinen extra aus Kiel angereisten Ausbildungskumpan abholen, aus den Arbeitsklamotten rauskommen, denn im Anzug zu einem Hardrock-Konzert geht ja wohl gar nicht und wieder zurück nach Kreuzberg. Für alle Nicht-Berliner: es ist weit!
Slash Max-Schmeling-Halle Berlin 2012
Kurz vor 20 Uhr kommen wir am Veranstaltungsort an und hören während des Abtastens durch die Security die ersten Klänge eines Slash-Riffs. Punktlandung. Vorband verpasst, egal. Wir wollen Slash sehen. Nach wenigen Minuten noch innerhalb des ersten Songs haben wir uns in die vordere Hälfte vorgekämpft und da steht die Ikone an der Gitarre. Der beste Gitarrenspieler von Welt. SLASH! Ich weiß es gibt andere und mir ist es vollkommen egal was ihr denkt, denn er ist einfach der Beste. Punkt hoch 2! Beeindruckt war ich auch vom Sänger Myles Kennedy, der nicht nur auf der Studioplatte sondern auch Live überzeugen kann und sogar bei Klassikern wie Paradise City die Töne von Axel Rose perfekt imitieren konnte.

Ich muss hier mal nebenbei anmerken, dass ich die gesamte Zeit beim Schreiben das aktuelle Slash Album höre (meine Nachbarn übrigens auch) und daher ein paar Fehler wegen erheblichen Konzentrationsschwächen durch Headbangen und mitgrölen entstanden sein können.

Mötley Crue Max-Schmeling-Halle Berlin 2012
Nach dem bereits grandiosen Slash Konzert kam für mich der Bonus aber der eigentliche Hauptakt: Mötley Crue. Fans der Hardrockband sind aus ganz Europa angereist um Tommy Lee und Co zu sehen. Die Alben der Crue gehören in jedes Plattenregal und werden von mir gut behütet. Ich hatte bisher immer nur von der beeindruckenden Bühnenpräsenz der Band gehört, es jedoch live erleben zu dürfen war Luxus. Ich sage nur Rollercoasterschlagzeug! Ich habe leider kein wirklich schönes Video auf YouTube gefunden und meines will ich euch wegen dem grottigen Ton nicht antun, aber schaut mal was ihr auf der Videoplattform findet. Genial!!!!


Natürlich waren wir auch hier in den vordersten Reihen und haben das Konzert bis zum Schluss genossen. Wir hatten Gott sei Dank auch genug Entfernung zur Bühne um am Ende keine Schokoladenblutdusche abzubekommen. Der Typ vor mir hat nahezu alles abgefangen.

Schlussendlich muss ich mich wiederholen: Ich liebe Berlin. Ein Tag, zwei Ereignisse, vier Ikonen. Danke Berlin, dass es dich gibt, danke Rags Morales, danke Guillem March, danke Panini, danke Grober Unfug, danke Slash, danke Mötley Crue. So muss ein Dienstag sein.

1 Kommentar:

  1. Jo, war echt geil das Konzert. Und das Schokoblut ging prima wieder raus :-). Kurzum ein perfekter Dienstag.

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