Dienstag, 15. Mai 2012

Comicreview: The Walking Dead #97 – Something To Fear Part One


Der Endspurt zur langerwarteten 100. Ausgabe von The Walking Dead beginnt mit einem neuen Run. „Something To Fear“ deutet schon ein blutiges Gemetzel an. Auf dem Cover sehen wir einen Unbekannten, vermutlich Negan, mit einer blutgetränkten Kettensäge. Sein Gesicht liegt noch im Dunkeln, doch wird die Ausgabe etwas Licht in die Sache bringen?


Die Ausgabe beginnt mit einem Gottesdienst, für mich als überzeugten Atheisten schon mal uninteressant und verwirrend zugleich. Wie kann man nach dem Ausbruch einer Zombieseuche noch an Gott glauben? Für einen typisch gläubigen Amerikaner ist der Kirchgang jedoch ein vollkommen normales Verhalten. Es kommt somit Ruhe in die Gemeinde und der Alltag kehrt ein. Währenddessen recherchiert Eugene in den Gelben Seiten der Umgebung mögliche Materialquellen zur Produktion von Munition. Er als Wissenschaftler kann genauso wenig wie ich mit Religion etwas anfangen wie ich, jedoch Abraham macht ihn darauf aufmerksam wie wichtig das Treffen für die Gemeinschaft ist. Über die Siedlung hinweg verteilen sich die Anwohner und an diesem Tag, an diesem Ort kommen sie zusammen. Es stärkt das Gemeinschaftsgefühl, bindet aneinander und schafft Freundschaften.

Das wirklich interessante an dieser Ausgabe ist jedoch die Charakterentwicklung von Rick und seinen engen Kreis aus Vertrauten. Sie befinden sich auf dem Rückweg von „Hilltop“, eine Siedlung ca. 20 Meilen von ihrer Gemeinde entfernt, mit welcher sie einen Pakt eingegangen sind. Rick hat versprochen die Siedlung von dem Tyrannen Negan zu befreien und soll als Gegenleistung die lebensnotwendigen Nahrungsmittel und Waren erhalten, denn ihre Lager sind aufgebraucht. Plötzlich hören sie Motorräder und werden ausgebremst. Es ist ein Schlägertrupp von Negan und die wollen die gerade erhaltenen Waren herauspressen. Sie legen sich jedoch mit den falschen Überlebenden an. Michonne und Andrea beweisen mit wenig Aufwand ihr Können und schalten die Gang bis auf deren Anführer aus. Rick macht ihm deutlich, wer hier das Sagen hat und gibt dem Biker eine Botschaft für Negan mit.
 Seit langem habe ich mal wieder bei einem Walking Dead Comic geschluckt und war überrascht. In letzter Zeit ist der Comic etwas dahingeplätschert und selbst die neue Siedlung „Hilltop“ hat mich nicht wirklich vom Hocker gerissen, jedoch kann aus dem aktuellen Handlungsbogen ein recht interessantes Szenario werden. Ein Krieg zwischen den Überlebenden zieht herauf und nur der Stärkere wird überleben. Rick beweist wieder mal, dass er sein Polizistendasein lange hinter sich gelassen hat. Er hält nicht mehr viel von Verhandlungen, sondern er setzt auf Taten die überzeugend wirken.

Eine Frage wirft der Comic am Rande auf. Was hat der schwarz-verrottete Zombie zu bedeuten. War das nur ein Zwischengeplänkel oder verfolgt Kirkman damit ein größeres Ziel. Es könnte bedeuten, dass die Zombies doch noch bis zum Umfallen von alleine sterben und man nur abwarten muss. Es kann aber auch eine Krankheit, eine Mutation oder auch nichts bedeuten. Mich hat dieses Panel jedoch zum Nachdenken angeregt, wie es weitergehen kann, wie man die Reihe beenden kann, aber nein wir wollen ja kein Ende der Walking Dead Reihe prophezeien. Vergesst was ich geschrieben habe. Es war nur ein bis zum schwarzwerden verrottender Zombie und nichts weiter.

Die Ausgabe hat bei mir einen starken Eindruck hinterlassen. Sie hat alles was die Reihe braucht. Das Umfeld wird erweitert, ein Gegner aufgebaut und ein Prise Mysterium ist auch dabei.

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