Mittwoch, 1. Februar 2012

Star Trek: The Next Generation auf Blu-Ray

Die zweite Star Trek Serie ist gestern auf Blu-Ray erschienen und mit “The Next Level” wird der erste nachbearbeitete Appetithappen an die Fans verfüttert. Ich habe heute mal reingeschaut und mir mein eigenes klares Bild von den veröffentlichten drei Folgen gemacht.

Die Auswahl der Folgen auf dem Appetithappen sind gut gewählt. Den Pilotfilm „Mission Farpoint“ kann man als Pflichtprogramm werten. Bei dieser Doppelfolge sind eigentlich nur einige Szenen sehenswert. Hierzu zählen meiner Meinung nach der Eröffnungsdialog zwischen Q und Captain Picard, die Trennung der Enterprise von der Untertassensektion sowie der Dialog von Pille McCoy und Data. Der letzte Auftritt von DeForest Kelley geht wirklich ans Herz und macht deutlich, warum der Charakter kultverdächtig sympathisch ist. „Die Sünden des Vaters“ ist eine klassische Worf Geschichte und sehr prägend für den Hintergrund der Figur. Dieser Handlungsfaden wird später bei Deep Space Nine wieder aufgenommen und ich bin ein großer Anhänger der klingonischen Kultur. Worf wird vom klingonischen Hohen Rat des Hochverrats bezichtigt und soll für die Verfehlungen seines verstorbenen Vaters büßen. Dieser soll Geheimnisse an die Romulaner verraten haben und somit die für die Zerstörung eines Außenpostens verantwortlich sein, einem Angriff bei dem er selbst verstarb. Die letzte Folge dieser Blu-ray ist „Das zweite Leben“ und gehört zu meinen Favoriten dieser Serie. Picard durchlebt eine Art Halluzination, welche ihm ein gesamtes Leben auf einem fremden Planeten vorgaukelt. Anfangs ist er misstrauisch und sucht einen Ausweg, später gibt er sich seinem Schicksal hin, gründet eine Familie und ist glücklich. Diese Folge zeigt zum Einen die Facetten des schauspielerischen Könnens und zum Anderen die Einsamkeit des Captains in der Realität und was er alles verpasst hat. Diese Thematik wird zum Beispiel beim ersten Next Generation Kinofilm und auch bei „der Aufstand“, dem zweiten Kinofilm, nochmal aufgegriffen und ausgebaut.

Das nächste Jahrhundert, kurz TNG, war die erste Star Trek Serie welche ich als kontinuierlich verfolgte. Später hatte ich sogar das Ansinnen die gesamten 174 Folgen als Mitschnitt auf VHS aufzunehmen. Hierbei machte mir der 11.September in Zusammenarbeit einen Strich durch die Rechnung, denn die durch die verständliche Sondersendung nach dem Terroranschlag auf das World Trade Center ausgefallen Folge wurde tags darauf einfach übersprungen. Ich hätte somit eine Lücke gehabt und gab das Vorhaben betrübt auf. Die DVD’s sind meines Erachtens einfach zu überteuert gewesen und daher nicht in meiner hauseigenen Videothek gelandet. Die Ankündigung, dass es zu schwer wäre diese Serie zu digitalisieren und nachzubearbeiten, da sie auf Magnetband aufgenommen wurde, erschütterte mich. Als sich dann auch noch bei der ersten Sichtung des originalen Material teils gravierende Lücken auftaten, war auch dieser Gedanke an einer Rückkehr in hoher Qualität aufgegeben. Als ich im letzten Jahr dann auch noch nachbearbeitetes Filmmaterial von Voyager bei der Star Trek Ausstellung im Babelsberger Filmpark sah erschrak ich. Alles sah so billig aus, so klar, man sah das Pappmasche, die TV-Aufnahme, irgendwie HomeVideomäßig. Jedenfalls war ich, meine Madame und auch mein Begleiter dem Nerd 3.0 (in Bezug auf Star Trek) von den gezeigten Ausschnitten enttäuscht. 

Die remastered Version der klassischen Serie mit Kirk hingegen hatte mir sehr gut gefallen. Hier waren dezente bis gravierende Eingriffe sichtbar, jedoch alles in einem passenden Stil und ohne die Grundstimmung zu zerstören. Ähnlich starke Veränderungen dürften bei The Next Generation eigentlich nicht auftreten, denn die gezeigte Technik, wie Laser, Beamen etc. ist hier von Anfang an deutlich besser gewesen. Das Bild hat eine deutlich bessere Schärfentiefe und einige Details sind deutlicher zu erkennen. Ich finde das Bild gut gelungen. Es ist nicht so stark nachbearbeitet, dass es einem direkt ins Auge springt und als störend empfinden könnte. Die Special Effects sind etwas sauberer und detailreicher. Der Ton in der englisch-sprachigen Version ist deutlich besser. Die Hintergrundgeräusche und Musik wirken plastischer und versetzen einen direkt auf die Enterprise, während die deutsche Tonspur recht flau klingt. Von der englischen Version war ich sehr angetan, da ich bisher nur die deutsche Fassung kannte. Die Stimmen von Patrick Stewart und Brent Spiner sind schon beeindruckend.

Ich würde nicht sagen, dass der Kauf sich gelohnt hat, da ich auch noch nicht weiß in welcher Form die restlichen Folgen veröffentlicht werden. Wahrscheinlich habe ich mit der Veröffentlichung der gesamten Staffeln eine Blu-ray zuviel im Regal. Die Kaufentscheidung für das Gesamtpaket ist bereits getroffen, der Preis ist Verhandlungssache bzw. besser gesagt: Vergleichssache.

 Schaut euch den folgenden Clip an und macht euch ein eigenes Bild von der Bearbeitung.



Hier findet ihr eine kurze Beschreibung meines Besuchs der Star Trek Ausstellung im Filmpark Babelsberg.

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