Samstag, 18. Februar 2012

Comicreview: Peter Panzerfaust #1


Der Image Verlag hat eine neue Ongoing auf dem Markt geworfen, der von vielen wahrscheinlich ausschließlich wegen dem Titel gekauft wird. Ich gehöre wohl auch dazu und habe mal für euch reingeblättert.
Die Geschichte beginnt mit einem Interview. Ein alter Mann spricht mit einem Journalisten oder Biographen über seine Erlebnisse im zweiten Weltkrieg. Er ist in Frankreich in einem Waisenhaus aufgewachsen und musste erleben, wie sein Dorf von den Deutschen angegriffen wurde. Eines Tages trifft er mit anderen Heimbewohnern auf Peter, der ihnen mit viel Mut das Leben rettet. Peter scheint Amerikaner zu sein, der eine Frau in den Wirren des Krieges sucht.

Das war auch schon die erste Ausgabe. Mehr gibt es zum Inhalt noch nicht zu sagen. Die Ausgabe wurde von Kurtis J. Wiebe geschrieben und von Tyler Jenkins bebildert. Die Story ist nicht allzu spannend erzählt und gerade die Beengtheit durch das Bombardement und die Besetzung durch die Wehrmacht kommt nicht richtig rüber. Ich konnte jedenfalls an keiner Stelle so richtig mitfiebern. Die Figuren sind bisher noch recht zweidimensional, was sicher immer ein Problem der ersten Ausgabe ist, aber nicht sein muss. Die Zeichnungen und Panels, sowie deren Anordnung sind passend und ganz annehmbar, wobei auch hier ab und zu etwas fantasielos rangegangen wurde. Der Zeichner Jenkins scheint so seine Probleme mit Gesichtern und Emotionen zu haben. Entweder steigert er sich noch oder er wird wohl über kurz oder lang von Image ersetzt.

Ich bin noch recht unschlüssig wie ich diese erste Ausgabe bewerten soll und recht froh auf diesem Blog keine Punktevergabe jeglicher Art eingerichtet zu haben. Kriegsgeschichten und vor Allem eine Verherrlichung kann ich überhaupt nicht leiden und vielleicht gerade deswegen ist es für mich an dieser Stelle schwer ein objektives Votum abzugeben. Story naja, Zeichnungen naja…trotzdem gebe ich dem Comic noch eine Chance und schau mir die nächsten beiden Ausgaben noch an.


Im eigentlichen Sinne ist es das Peter Pan Thema und ich finde die Wahl des Schauplatzes mutig. Ich mag Peter, das Nimmerland und alles was dahinter steht, doch halte ich einen Kriegsschauplatz irgendwie nicht richtig um die Geschichte neu zu interpretieren.

Kommentare:

  1. So ähnlich hab ich mir das gedacht und deshalb erst mal Reviews abgewartet.

    Kurze Klugscheißerei zu Image, weil es da oft Missverständnisse gibt. Image funktioniert nicht wie Marvel oder DC. Der Verlag veröffentlicht nur Comics, "erfindet" aber keine oder stellt Creativ Teams zusammen. Das heißt, Image wird auch keinen Zeichner ersetzen. Der Zeichner ist eventuell ein "Angestellter" des Autors, und wird von dem pro Seite bezahlt, oder aber, wahrscheinlicher, er ist Co-Creator, und ihm gehörten 50% der Rechte an Peter Panzerfaust.
    Wie dem auch sei, der Velag Image kann nichts entscheiden, außer ob sie den Titel veröffentlichen oder nicht.

    Ist mir ein wenig ein Anliegen (und soll bitte nicht als Rumnörgelei an dem wirklich guten Review verstanden werden), da ich meine man sieht die Comics die Image veröffentlicht ein wenig mit anderen Augen, wenn man sieht wie der Verlag funktioniert.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vielen Dank für die Korrektur/ den Hinweis. Ich muss dir vollkommen zustimmen, dass Image da sicher anders als die beiden Riesen funktioniert. Ich gehe jedoch davon aus, dass Image sicher einen Einfluss auf Autor oder Zeichner hat indem einfach die Einstellung angedroht wird.

      Sicher ist diese Herangehensweise von Image lobenswert, da das geistige Eigentum so in der Hand des Autors/Zeichners bleibt und somit nicht solche gerichtlichen Desaster wie bei Marvel momentan geschehen können.

      Ich hoffe die Reihe steigert sich noch und geht nicht allzu zweidimensional an die Thematik ran.

      Löschen
  2. Ich werd emal abwarten was ich noch vom ersten Storyarc zu hören bekomme und dann vielleicht beim Trade zuschlagen, wenn es sich noch bessert.

    AntwortenLöschen