Sonntag, 4. Dezember 2011

Comicreview: Star Trek #3 – The Galileo Seven Part 1 (IDW)

Ich wache auf, schaue auf den Wecker und stelle erschrocken fest, dass ich verschlafen habe. Ein Adrenalinschub durchzieht meinen Körper und der wirkt wie zehn Espresso. Einen Moment später muss ich durch die gewonnene Denkfähigkeit feststellen, dass es Sonntag früh ist, ich nicht arbeiten gehen muss und nun nicht mehr schlafen kann. Was kann man an so einem angebrochenen Morgen besseres tun, als in den ungelesenen Comicstapel zu wühlen. Als erstes Heft fiel mir natürlich die aktuelle Star Trek Ausgabe in die Hand. Der Verlag IDW bringt seine Hefte grundsätzlich mit mehreren Coverversionen auf den Markt und ich hatte mich für die gezeichnete Variantausgabe (siehe links) entschieden, da ich die Fotocover verabscheue.
Die Geschichte ist mit „The Galileo Seven Part 1“ betitelt und die Enterprise befindet sich auf einer Transportmission, denn sie soll dringend benötigte Medikamente nach Markus III bringen. Auf dem Weg kommt das an einem unbekannten Quasar vorbei. Kirk beschließt im Sinne seiner grundsätzlichen Mission im Weltall dieses Phänomen wissenschaftlich zu untersuchen und entsendet das Shuttle Galileo. An Board befinden sich neben Spock, Scotty und Pille auch die Crewmitglieder Rand, Latimer und Boma. Sie verlieren in einem Ionensturm erst den Kontakt zum Mutterschiff und dann die Kontrolle über die Fähre. Es kommt zu einer brachialen Notlandung. Das Shuttle ist ohne Energie und hat wichtige Steuerdüsen verloren. Auf dem felsigen Planeten ist die abgestürzte Crew jedoch nicht allein. Die Enterprise sucht nun die Nadel im Heuhaufen, denn es sind vier Planeten im System auf dem der Außeneinsatz gelandet sein könnte.

Mike Johnson beginnt mit dem dritten Heft einen neuen Story Arc und hat sich hierfür die sechszehnte Episode der originalen Fernsehserie ausgesucht. Für mich wirft dies selbstverständlich die Frage auf was mit den übersprungenen Episoden ist. Der Fall Charlie aus den ersten beiden Heften beschrieb die zweite Episode. Mit diesem Heft überspringt der Autor ein paar sehr interessante Folgen. Als erstes fällt mir hier „Die Frauen des Mr. Mudd“ ins Auge, aber auch „Spock unter Verdacht“ und „Der alte Traum“ sind Klassiker mit dem Potenzial zum Ausbau oder habe ich hier die Lücke entdeckt, welche der Kinofilm füllen soll?

Es ist Sonntag am frühen Morgen und ich habe Zeit. Also ab zum DVD-Regal, die Remastered Edition ausgekramt und rein die Episode 16 der ersten Staffel von Raumschiff Enterprise. Wenn ich schon kritisiere, dann richtig nerden. Als Erstes muss ich feststellen, dass die Raumfähre Galileo dem Design des letzten Kinofilms angepasst wurde, was jedoch keine Kritik ist, sondern von Kontinuität im neuen Universum aufzeigt. Inwiefern es kritikwürdig ist, wenn Haar-, Haut- oder Shirtfarben teilweise nicht zur Serie passen obliegt wohl eher dem Nerd 3.0. Insgesamt haben sich die Autoren sehr viel Mühe gegeben und sind nah am Original geblieben. Teilweise wurden komplette Sätze übernommen und an manchen Stellen nur in den Mund anderer Personen gelegt um die Story besser voran zu bringen.

Mein Fazit: Ich will mehr davon und hoffe auf die Umsetzung von den übersprungenen Fernsehfolgen. Ob das System tatsächlich auf Dauer funktioniert, bin ich mir nicht sicher, denn die Cliffhanger funktionieren für den Fan nicht, da die Grundgeschichte bekannt ist und damit der Spannungseffekt verpufft. Die Reihe ist bisher aber sehr gut und hochwertig umgesetzt und somit für das Trekkerherz nicht nur ein Wehrmutstropfen zur Überbrückung bis zum nächsten Star Trek Film, der mittlerweile auf Mitte 2013 verschoben wurde.

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Kommentare:

  1. Interessant (vor allem, da ich den Comic noch nicht habe). Ich ogge auch, dass sie am Ende alle Episoden adaptieren und nur die Reihenfolge ändern (kann ja am neuen Universum liegen).

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  2. Wenn es in diesem Rhythmus weitergeht liegen noch knapp 140 Hefte vor uns...Wahnsinn

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