Samstag, 19. November 2011

Comicreview: The Walking Dead #91

Wie nach den vorherigen Ausgaben bereits zu erwarten war, gehen die Vorräte in der Siedlung zu neige und die Gruppe muss immer größere Distanzen zur Vorratsbeschaffung zurücklegen. Nach einer mehrtägigen Reise einer aus Ricks und den ursprünglichen Bewohner gemischten Gruppe ist die Versorgung für einige Wochen gesichert. Jetzt heißt es einen Plan für die zukünftige Selbstversorgung zu schmieden, denn selbst die zuletzt produzierten Konserven werden in absehbarer Zeit das Verfallsdatum überschreiten. Das Problem ist nur, ob es einen Farmer oder eine Person gibt, welche sich mit dem Anbau von Getreide und Gemüse auskennt.
In dieser Ausgabe merkt man deutlich, dass die Siedlung langsam zusammenwächst und das Misstrauen untereinander schwindet. Die Zusammenarbeit wird zukünftig immer wichtiger, denn es kommt ein Winter auf sie zu. Die Solarzellen werden für die Heizungen gebraucht und es muss nicht nur am Strom gespart werden. Ricks Sohn Carl geht es nach der Schussverletzung am Kopf deutlich besser, jedoch kämpft er mit seiner Behinderung nur ein Auge zu haben. Die Psyche von aCarl hat in den letzten Monaten nach dem Verlust seiner Mutter stark gelitten und auch wenn Rick sich sichtlich Mühe gibt, seinem Sohn die notwendige Liebe zu geben, ersetzt er dadurch noch lange nicht die fehlende Mutter. Carl ist in einem schwierigen Alter und durch die besondere Lage zu schnell erwachsen geworden. Die Kindheit wird ihm fehlen und trägt sicher zu seiner schlechten psychischen Situation bei. Er ist sehr direkt geworden und spricht über seine Gefühle, was sicherlich förderlich ist, jedoch erwarte ich demnächst eine drastische Wandlung, welche mit diesen kurzen Einblicken vorbereitet wird.

So plötzlich die Beziehung zwischen Rick und Andrea scheint diese auch schon wieder zu enden. Rick begründet dies mit den Todesfällen von allen Personen die er liebte, doch Andrea hält an der Beziehung fest. Ich persönlich empfand diese Storyline eigentlich als recht ausbaufähig, denn Rick braucht dringend einen Ruhepol und Carl einen Mutterersatz. Scheinbar hat auch hier Kirkman eine Baustelle aufgetan, welche entweder sehr tragisch enden wird oder die beiden (drei) Charaktere intensivieren wird.

…und wieder einmal kann ich die nächste Ausgabe gar nicht erwarten…

Mittlerweile ist in den USA die Hälfte der zweiten Staffel ausgestrahlt worden und ich muss sagen, dass sie einfach grandios ist. Ricks Gruppe ist momentan auf Hershels Farm und folgt hier ziemlich nah der Storyline der Comics. Selbstverständlich sind einige Figuren und Handlungsstränge neu, jedoch finde ich dies keineswegs störend. Es ist sogar sehr positiv zu erwähnen, denn es gibt soviele Handlungsstränge und auch Orte, welche eine genauere Beschreibung verdient hätten. Robert Kirkman lebt sich mit der Serie richtig aus, denn hier kann er nochmals an sein bisheriges Werk anknüpfen und uns dem Leser/Fan noch einige Extras bieten. An dieser Stelle meine ich zum Beispiel eine gewisse Szene, welche sich um einen Brunnen dreht. Schaut sie euch auf jeden Fall an.

Ich hatte mich vor dem Kauf der ersten Staffel etwas belesen und musste feststellen, dass die deutsche Ausgabe etwas gekürzt veröffentlich wurde. Gott sei Dank bemerkte ich dies am Vortag der Abreise einer Freundin die in den USA flog. Am kommenden Samstag ist es nun soweit und ich erhalte die erste Staffel in der originalen US-Version ausgehändigt. Ihr könnt euch sicher vorstellen wie mein Sonntag aussehen wird.

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