Samstag, 19. November 2011

Comicreview: Catwoman #3

Nach aller hämischer Kritik über zu viel Sex und Freizügigkeit gewinnt Catwoman in der aktuellen Ausgabe deutlich an Profil. Ihre beste Freundin, Vertraute und Hehlerin Lola wurde von Bone grausam gefoltert und hingerichtet. Bone will seine Kunstsammlung zurück, denn er es gibt ihm das Gefühl kultiviert zu sein. Er befindet sich nach der Folter im Besitz des Code für Lolas Bücher und wird sich seine Kunstobjekte von ihren Kunden zurückholen. Nun soll die Diebin Catwoman leiden, doch wie jeder weiß haben Katzen neun Leben.

Das Cover spricht Bände oder? Es ist eine harte Ausgabe und prophezeit einen blutigen Rachefeldzug der unschönen Art. In diesem Heft will der Autor Judd Winick das Katzenmädel mal von einer anderen Seite zeigen. Hier finden wir keineswegs die starke, unabhängige, vor Sexappeal strotzende Diebin vor, sondern eine gebrochene Frau, welche tränenüberströmt den Peiniger ihrer getöteten Freundin jagt.
 
Hier mein Aufruf an Alle die nach den ersten beiden Heften bereits aufgegeben haben: Ihr verpasst was! Kauft euch die Hefte, denn die Serie steigert sich und die von euch so kritisierten erotischen Elemente dienten allein der Verdeutlichung welchen Wandel Celina Kyle erleben wird. Sie wird gebrochen, geschunden und alles was ihr lieb und heilig ist genommen und zu guter Letzt riskiert sie auch noch ihre Beziehung zu Batman. Ich bin jedenfalls hin und weg von dieser Reihe und bleibe der Serie treu.   

Die Zeichnungen von Guillem March gefallen mir immer besser, denn er bringt mit der Mimik von Celina die brodelnden Gefühle dieser Figur detailliert zum Ausdruck. An dieser Stelle scheitern viele Künstler, denn die Kombination aus Wut, Liebe und Trauer wird oftmals als Wahnsinn dargestellt. Er schafft es die Nuancen zu verdeutlichen und man kann als Leser und Betrachter die einzelnen Gefühlszustände genau unterscheiden. Hut ab!

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