Sonntag, 16. Oktober 2011

Comicreview: Pik As – Die Phantastische Detektei #1 – Die Parapsychologin

Ich werde Schritt für Schritt ein großer Fan des Splitter Verlags. Heute Morgen habe ich mir mal den ersten Band von Pik As als Frühstückslektüre vorgenommen und bin begeistert. Die Handlung dreht sich um den Pariser Privatdetektiv Auguste Dupin, der mit einem mysteriösen Mordfall beschäftigt ist. Kathy Wuthering, eine berühmte Wahrsagerin in der High Society des Auslaufenden 19.Jahrhunderts bzw. beginnenden 20.Jahrhunderts (konnte ich noch nicht genau zuordnen…es gibt jedenfalls schon Autos) wurde anscheinend ermordet und nur ihre Augäpfel am Tatort zurückgelassen. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, da nur wenige Indizien zurückgelassen wurden. Plötzlich taucht eine Leiche ohne Augäpfel auf. Ist es Kathy Wuthering?

Unterstützt wird der eigenbrötlerische Schnüffler von seiner jungen Assistentin Flora Vernet, die sich nichts sehnlicher wünscht, als ebenfalls die von Männern besetzte Domäne der Ermittler zu erobern. Sie nimmt eigenständig einen weiteren Fall an, um sich zu beweisen. Ein junger Privatier namens Hugo Beyle wurde überfallen und ein für ihn wichtiges Erinnerungsstück an seinem bereits verstorbenen Vater wurde geraubt. Flora macht sich mit dem jungen Mann auf die Spurensuche in der Pariser Innenstadt und kommt zu einem erstaunlichen Ergebnis. Eigentlich müsste Hugo tot oder schwer verletzt sein, jedoch weißt er keinerlei Verletzungen auf.

Die Geschichte von Thierry Gloris weißt selbstverständlich alle klassischen Elemente des von Sir Arthur Conan Doyle geschaffenen Sherlock Holmes auf, jedoch wurde die Geschichte nicht nur örtlich nach Paris verlagert sondern geht noch einen großen Schritt weiter. Wir treffen auf eine Welt des Übernatürlichen. Das Medium Kathy Wuthering nimmt bereits auf der ersten Seite über ihre Kristallkugel mit Nostradamus Kontakt auf (siehe hier eine Leseprobe auf der Seite vomSplitter Verlag). Sobald man sich mit der Welt des Übersinnlichen in einer Detektivgeschichte angefreundet hat beginnt der Lesespaß.  Ich persönlich mag Geschichten aus dem auslaufenden 19.Jahrhundert. Das Abendland urbanisiert und der technische Fortschritt setzt ein. Die Straßen wirken am Tage überbevölkert und in der Nacht verlassen und gruselig. Die Grundstimmung ist mysteriös und lässt die Fantasie spielen. Man kann sich schnell in diese Welt reinversetzen.

Die Zeichnungen von Jacques Lamontagne sind detailreich und farblich auf höchstem Niveau gestaltet. An manchen Bildern bin ich wirklich einige Momente hängen geblieben, um alle Nuancen aufzusaugen. Der Splitter Verlag bezeichnet den Zeichenstil von Lamontagne als lebendig und dynamisch. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

Ich werde jedenfalls nächste Woche beim Besuch des Comichändlers meines Vertrauens den bereits erschienen zweiten Band mitnehmen. Mal sehen ob ich bis zum Sonntagsfrühstück warten kann. 

Update auf Wunsch einer einzelnen Dame/Herr:

Dupin war das Vorbild für Sherlock Holmes und nicht anders. Nächstes Mal gibts von mir einen deutlicheren Hinweis, dass ich von einem Vergleich spreche und seien wir ehrlich ....wen kennt ihr: Dupin oder Holmes? Ich persönliche verbinde mit Edgar Allen Poe eher Horrorgeschichte wie der Rabe und ziehe eher keinen Verknüpfung zu einer Detektivgeschichte. Naja...hier jedenfalls der Link den mir besagte Person über Umwege hat zukommen lassen, um meine oben benannte Aussage über klassische Storyelemente bzw. Figurengestaltung und Herkunft zu korrigieren/revidierien.

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