Mittwoch, 5. Oktober 2011

Comicreview: I, Vampire 1 - Tainted Love



I, Fan of Vampires! I liebe sie very much. I kauf me selbstverständlich this Comicheft im Groben Unfug und I habe the right Entscheidung getroffen.

Ich mag das Vampirthema und bin meines Erachtens eigentlich über Christopher Lambert als Highlander drauf gestoßen. Mir geht’s in erster Linie nicht um das Blutsaugen und das Monster, sondern eher um die Unsterblichkeit. Was sieht man nicht alles über die Jahrhunderte hinweg? Wird man dem Leben überdrüssig? Hierzu gab es mal eine wunderschöne Folge in der Trashserie Highlander mit Adrian Paul. Ohne Scham gebe ich zu diese Serie komplett auf DVD im Regal zu stehen zu haben, denn Erstens ohne Scham mich zu wiederholen: ich mag das Thema Unsterblichkeit und Zweitens: sie wurde mir förmlich (preislich) hinterhergeworfen.
Also was sieht man nicht alles über die Jahrhunderte? Die Kreuzzüge, den 30 jährigen Krieg, die Selbstkrönung Napoleons, Hitlers Aufstieg und Deutschlands tiefer Fall, die Entdeckung Amerikas, die Entwicklung der Dampfmaschine oder der Fotografie- und Filmtechnik. Für mich als Geschichtsbesessenen eine Fundgrube für Ideen. Zum Anderen haben Vampire immer etwas anmutiges, adliges an sich.

Der Vampir ist wie ein Kleidungsstück immer mal wieder in Mode. Momentan erlebt der Vampir wieder einmal seine Renaissance, diesmal als Teenieschwarm in Form der Twillight-Saga. Der Hype zieht bereits seit einigen Jahren seine Kreise und auch ich bin Opfer geworden. Meine Madame verfolgt die Bücher bereits vor der ersten Verfilmung, was mich zu spannenden Unterhaltungen mit meiner Freundin über Vampire und deren Kultur brachte und einem quälenden Kinobesuch, der fast eine Rausschmiss aus der Premiere im Zoopalast einbrachte, denn seinen wir mal ehrlich, jeder mit Verstand bekommt das Reihern. Wiederum öffnete mir der Film die Augen, dass meine Herzallerliebste genau wusste mit welchen Themen aus dem Buch sie mich ködern konnte und lies die schmalzigen Stellen gekonnt außen vor. Respekt für die perfekt inszenierte Manipulation.

Ich bin mir nun nicht über den Hintergrund von „I, Vamire“ bewusst und hatte ehrlich gesagt auch keine Lust zur Recherche, denn es ist ja von DC ein Reboot/Relaunch und dem Prinzip nach müsste kein Vorwissen notwendig sein, obwohl ich nun mittlerweile in der letzten Woche von The New 52 eines Besseren belehrt sein sollte.

Das Cover: Naja…DC scheint einen Mix aus Horror und Teenievorstellungen generieren zu wollen. Ein Vampir mit Sixpack und knorpligen Fledermausflügeln. Wenigstens haben die beiden spitze Spockohren und rot glühende Augen, aber letztendlich ist das Cover etwas langweilig. Ob es eine Begründung hat warum der sexy proportionierte weibliche Vampir keine Nippel hat, lass ich mal außen vor…nein natürlich nicht: liegt es daran das Comic im freien Verkauf zu lassen oder das Vampire keine Nippel brauchen, weil sie sich eher durch Beißen fortpflanzen.

Tschuldigung musste sein, zurück zum Ernst in der Rezension. Schlagen wir mal die erste Seite auf und stellen erstaunt fest, dass dies kein üblicher DC Comic ist. Zeichnungen in Sepia und gleich bekommt der Leser eine blutige Pfählung präsentiert. Ich bin angefixt und blättere weiter ohne mir den Text durchzulesen, denn ich will wissen, ob der Stil erhalten bleibt. Die zweite (Doppel-)Seite verspricht noch mehr Gutes und in mir kommt die Frage auf, was das Cover bitte mit dem Comic zu tun hat? Also zurück auf Anfang und schauen, was die Story zu bieten hat.

An dieser Stelle fasse ich mich wiederum kurz. Wir haben ein vierhundertjähriges Hass/Liebespaar bestehend aus Vampire und die Hauptprotagonistin Mary beginnt einen Heiligen Krieg gegen die Menschheit, während der männliche Part Andrew diese zu schützen versucht und seit Jahrhunderten verzweifelt nach einem Heilmittel forscht. Insgesamt ist der Comic eine Mischung aus Twillight und Underworld und vielen weiteren Vorlagen in einem anderen Farbton und für mich neuem Konzept. Diese Geschichte kommt als ein kompletter Reboot daher und ist daher für einen Neueinsteiger empfehlenswert. Zwar ist dieser Comic noch meilenweit von der Qualität des American Vampire entfernt, trotz alledem bin ich mit bzw. durch den Cliffhanger gespannt, wie es weitergeht, jedoch noch nicht vollends überzeugt und bin gespannt, was meine Freundin heute Abend nach der Lektüre für ein Votum fällt.

Ein kurzer Hinweis zum Schluss: die Story spielt verwirrender Weise auch im üblichen DC Universum, obwohl es überhaupt nicht hierein zu passen scheint. Ich bin gespannt, ob es bei der bloßen Erwähnung Supermans verbleibt. Die Antwort werde ich mir wohl entweder in Form des Comics oder mittels der kompetenten Beratung im Groben Unfug holen.  

Selbstverständlich ist auch hier das Kapuzenmädel vertreten.



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