Samstag, 15. Oktober 2011

Comicreview: Frankenstein Agent of S.H.A.D.E #2 – War of the Monsters Pt. 2

Nachdem die erste Ausgabe so viel Trash geboten hat und durch ein Übermaß an Kreativität mehr als überzeugt hat konnte ich mir diese zweite Ausgabe von Jeff Lemire selbstverständlich nicht durch die Lappen gehen lassen (besonders nach der zweiten Animal Man Ausgabe).


Kommen wir gleich zum offensichtlichen, dem Cover, denn ich habe es ja mit gepostet. Diesmal sehen wir einen Frankenstein mit den Gesichtszügen von Boris Karloff, yeah. Aus seinem aufgeschnitten Schädel entsteigt sein Dreamteam, welches wie bereits erwähnt aus allen bekannten Horrorfilmfiguren der klassischen Cinegeschichte bestehen.

Die kreativ gestalteten Panels von Alberto Ponticelli, insbesondere deren Anordnung auf den Doppelseiten, sind wieder genial und sind es allein schon Wert in diese Reihe mal reinzuschnuppern. Kritiker/Neider sprechen von einem Hellboy-Abklatsch. Ich werte diese Aussagen eher als eine Art von Ritterschlag, denn seien wir ehrlich, mit Hellboy überhaupt verglichen werden zu können ist eine Ehre. Der Autor Lemire (vorher für Vertigo tätig was man deutlich merkt – hier sein Blog) schafft es mit der Frankenstein-Story ein neues Feld zu beackern und sichert somit dem Verlag ein neues Publikum, welches sich sonst dem DC-Superheldenmultiversum niemals betreten hätte. 

Ursprung der Monsterinvasion scheint lokalisiert und das Team macht sich auf zum Kampfeinsatz. In einem See befindet sich eine Art Wurmloch zu einer anderen Dimension und diese will sich anscheinend auf der Erde breit machen. Als kleinen Nebenhandlungsstrang erfahren wir die Hintergrundgeschichte des Amphibienwesens. Besonders erwähnenswert ist hier die zeichnerische Arbeit zur Unterscheidung der Erzählebene.  

Ohne Angst mich zu wiederholen muss ich an dieser Stelle nochmals erwähnen, dass der schwarze trockene Humor dieser Reihe genau meinen Geschmack trifft und daher für Frankenstein Agent of S.H.A.D.E vorerst das Abo im Groben Unfug erhalten bleibt.

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