Donnerstag, 1. September 2011

Comicreview: The Walking Dead 88

Ricks Sohn erwacht nach einem versehentlichen Kopfschuss aus seinem Koma und sein Erinnerungsvermögen besteht nur noch aus Bruchstücke. Rick bringt es nicht übers Herz seinen Sohn wieder das Herz zu brechen und ihm mitzuteilen, dass seine Mutter bereits verstorben ist. Es naht der Winter und die Gemeinschaft benötigt dringend Vorräte. Die Gruppe bereitet sich auf einen Außeneinsatz vor. Sie möchten erst einmal die nähere Umgebung erkunden bevor sie eine längere Suchaktion nach Lebensmitteln vornehmen.
Es ist mal wieder eine Ausgabe zwischen zwei Handlungshöhepunkten. Die Krise des Zombiegroßangriffs einer Herde ist überwunden und die Siedlung gesichert, jedoch brechen langsam die bereits angedeuteten Konflikte zwischen den beiden Gruppen (Gründer und Hinzugekommene) aus. Irgendetwas planen die Gründer der Siedlung gegen Ricks hinzugekommene Gruppe. Sie fühlen sich bedroht, da Rick die Führung der Siedlung nahezu in den Schoß gefallen ist. Insgesamt ist dies wieder eine ruhige Ausgabe, welche aber dringend notwendig ist um die Motivation der einzelnen Figuren zu erklären. Mal sehen wann das Chaos innerhalb der Gruppe ausbricht und wie der Konflikt endet. Bisher ist man als Leser immer wieder in die falsche Richtung getappt, da die Story mit unverhofften Wendungen überraschte.     

Dies ist mein zweiter Beitrag zum Read Comic in Public Day2011 und gleichzeitig mein erster Blog zu meiner Lieblingsreihe: The Walking Dead. Die 2003 begonnene Image-Reihe von Robert Kirkman wird auch auf Deutsch vom Verlag Cross Cult vertrieben. Das gewöhnungsbedürftige Format der Cross Cult Ausgaben hat mich zum Kauf der US-Ausgaben bewegt, insbesondere auch wegen den hervorragenden Covern. Ich bin zwar sehr begeistert von der Front der Heftchen, jedoch konnte ich mich bisher nicht dazu durchringen mir das inzwischen veröffentlichte  !!COVERBUCH!!  zu kaufen. Die Ausgaben sind grundsätzlich in Schwarz/Weiß gezeichnet, was meines Erachtens die gefährliche Stimmung steigert und auch die Details deutlicher darstellt. Wer sich mit Walking Dead noch nicht beschäftigt hat, sollte dies auf jeden Fall mal tun. Wie man am Blog vielleicht erkennen kann: Ich mag Zombies, was eventuell meine Objektivität etwas trübt, aber nur etwas. Wäre das Comic nicht gut, dann würden die Amis auch keine Serie daraus machen. Die erste Staffel bestehend aus 6 Folgen ist bereits erfolgreich gelaufen und mein Tipp, schaut sie im Original, denn die deutsche Synchrofassung ist gekürzt und das wahnsinnige daran: es sind nicht mal die Goreszenen, sondern die ruhigen Stellen, was meiner Meinung nach gerade die Stimmung des Szenarios ausmacht. Schaut euch einfach den Trailer an. Es wurde auch zur ersten Ausgabe ein simpel animierter Film veröffentlicht. Den Film habe ich unten mit verlinkt.

Die Story klingt stark nach dem britischen Film „28 Tage später“, wobei Comic und Film nahezu gleichzeitig entstanden und mir keine Möglichkeit besteht zu klären, ob da jemand vom anderen abgekupfert hat. Rick Grimes, ein Kleinstadtpolizist wird angeschossen, landet im Koma und erwacht in einem verlassenen verwüsteten Krankenhaus. Seine Familie ist verschwunden und er macht sich in dieser unvertrauten Situation auf die Suche nach Frau und Sohn. Er findet seine Familie tatsächlich wieder und es beginnt ein Road Trip durch die Walachei auf der Suche nach einem sicheren Ort. Der Comic beginnt dort, wo die meisten Zombiefilme aufhören. Was macht man nach der Katastrophe. Wie überlebt man ohne Strom, Telefon und fließend Wasser? Wie beschafft man sich Lebensmittel? Kann man Tiere noch Essen. Wie breitet sich die Seuche aus? Kann man die Infektion bekämpfen?

Interessant sind die in den Comics beschriebenen Eigenschaften der Zombies. Hier muss ich explizit erwähnen, dass diese Zombies NICHT auf Gehirne fixiert sind. Sie werden Roamer (Schleicher/Streuner) genannt und reagieren anscheinend auf Geräusche und Gerüche. Die Roamer reagieren stark auf Hitze und Kälte. In den Wintermonaten oder in den kühlen Nächten scheinen sie sich nicht viel zu bewegen, sind nahezu eingefroren. Die Roamer schließen sich zu Herden zusammen, was in den Comics zu mehreren spannenden Situationen geführt hat, da ein Herdenangriff unkalkulierbar ist und wie eine Heuschreckenplage alles überrennen kann.  

Ich bleibe sicher bei dieser Reihe dran und berichte weiter. Mehr zum Thema Zombies siehe die folgenden Links aus meinem Blog.

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