Freitag, 2. September 2011

Comicreview: Justice League #1 - Beginn von The New 52

Ich muss an erster Stelle zugeben (und erwarte dafür kräftige schelte), dass ich mit Superkräften noch nie viel anfangen konnte. Das wird auch der Grund sein, weshalb ich mich immer auf die Batmanhefte stürze, denn dieser ist nur ein reicher Schnösel der sich das notwendige Spielzeug zur Verbrechensbekämpfung leisten kann.
An zweiter Stelle muss ich zugeben, dass ich zwiespältig gegenüber den DC Reboot war/bin. Ich kann DC verstehen, denn man muss neue Leser an die Comics ranführen. Die Branche kränkelt etwas und mit Heft 903 steigt niemand in eine Comicserie ein. Hier tut sich für mich als langjährigen Sammler ein Problem auf. Nummer 1000 einer Ongoing wär schon Klasse gewesen, oder? Die ewige Neunummerierung bei Marvel hatte mich komplett aus diesem Universum geworfen, denn ich habe einfach nicht mehr durchgesehen und aufgegeben. Bleibt zu hoffen, dass uns solch ein Verfahren zukünftig bei DC erspart bleibt. Des Weiteren kam ich nie vollständig im DC Universum an, denn die Verknüpfungen zwischen den einzelnen Helden wurde mir nicht bewusst, da ich nicht jeden Monat 20 Hefte kaufen und lesen wollte um alle Details verstehen zu können.

Aus diesem Grund kann ich nur sagen, dass ich insgesamt den Neustart bei DC befürworte, denn vielleicht kann man mich mal auch für andere Heftchen und Helden begeistern. Ich scheine auch nicht der Einzige zu sein den es so geht, sonst wäre das erste Heft von Justice League nicht innerhalb von 24 Stunden ausverkauft und der zweite Druck bereits gestartet worden. Wer also noch eines der ersten, zukünftig sicher begehrten Ausgabe der Justice League haben möchte, sollte sich schleunigst zu seinem Dealer begeben. Kleiner Tipp: Beim Berliner Comic Shop Grober Unfug in der Torstr. sind noch Heftchen vom 1.Print vorhanden.

So alles wird also auf Null gesetzt. Spannend. Kein (oder wenig) Vorwissen ist notwendig. Die Charaktere können neu gestaltet werden. Beziehungen müssen neu geschaffen werden. Ein neues Universum. Spannend. Bevor ich mich weiter wiederhole hier die Spoilerwarnung, denn jetzt geht’s ans Eingemachte:

Es spielt in einer Zeit, in welcher Batman selbst der Gejagte ist. Dies ist nicht neu, jedoch wenn man da an alte Zeiten zurückdenkt, was sind uns für herrliche Geschichten präsentiert worden. Der dunkle Rächer steht zwischen Gesetz und Verbrechen. Ein Einzelkämpfer der selbst das Gesetz in die Hand nimmt um seine Heimatstadt Gotham vor dem Übel der Gesellschaft schützen will und dabei selbst ständig auf der Flucht vor der Justiz ist. Schon auf der ersten Seite fange ich an zu schwärmen.


Mit Green Lantern konnte ich mich bisher nicht anfreunden bzw. ich habe mich einfach nicht mit dieser Figur beschäftigt. Selbst den aktuellen Kinofilm habe ich an mir vorbeirauschen lassen, jedoch war ich recht beeindruckt, was sich die Autoren für Ringspielchen haben einfallen lassen. Kurze Zwischeninfo an den Groben Unfug: Green Lantern Ausgabe 1 kommt also noch in mein Fach!

Die beiden klassischen DC-„Helden“ treffen bei einer Jagd auf einen Alientransformer aufeinander und haben bisher nur voneinander gehört. Es kommt zu einem eher verbalen Revierkampf zwischen Superhelden. Green Lantern arrogant, Batman zurückweisend! Es besteht ein gesunde Portion  Misstrauen unter den „Super-Humans“. Batman bezeichnet Superman sogar als gefährlich. Im gemeinsamen Kampf bildet sich trotzdem zwischen der grünen Leuchte und dem dunklen Ritter eine (kleine) Vertrauensbasis. Der Alientransformer gibt in einer Art von Selbstmordanschlag sein Leben für die „Band“ Darkside und die einzige Spur führt nach Metropolis zum Alien Superman.

Im neuen DC Universum wird vergleichbar zu den Anfeindungen der Mutanten bei den X-Men eine Ungewissheit in der Bevölkerung und eine gefährliches Misstrauen zwischen den Helden aufgebaut, welche zukünftig noch sehr interessante Geschichten hervorbringen kann. Insgesamt bin ich überrascht und zufrieden mit dem Start. Sogar der läppische Cliffhanger hat mich neugierig auf die Fortsetzung gemacht. Ich würde sagen DC hat sein Ziel erreicht und ich warte gespannt auf Ausgabe Nr.2. 

Bei mir sind so einige Heftchen in der Aboliste gelandet, also dranbleiben, denn hier wird weiter (vor-)gelesen. Ich freue mich auf die ersten Ausgaben von Batman und hoffe auf eine intensivere Charakterzeichnung.

PS: Zum Schluss noch ein kleiner Frevel -> Ich mag das neue Superman Kostüm so ohne Schlüpper!


Kleines Update der Vollständigkeit halber:


Ich möchte an dieser Stelle nur einen kurzen Hinweis geben was der Fadenaffe aus dem dem Groben Unfug Sixtett in den Comics des DC-Reboots gefunden hat, denn mir wäre dies niemals aufgefallen. Ich habe den Flashpoint geschwind an mir vorbeiziehen lassen, da ich Megacrossover grundsätzlich verabscheue bzw. zu geizig bin und daher meide.

Im Flashpoint tauchte ein „Kapuzenmädel“ auf, welches Flash über die Situation aufklärte und anscheinend mit in das neue Universum gereist ist (wenn man das so sagen darf). Dieses Mädel taucht in (fast) allen Nummer 1 Ausgaben auf und könnte daher ein Notausgang zurück zum alten Universum sein oder ein rosa Faden für das Neue. Wer mehr Informationen möchte sollte sich unbedingt diesen Blogbeitrag auf Mindsdelight anschauen.

Hier das Bild des Mädels aus Justice League #1



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