Dienstag, 23. August 2011

Filmreview: Princess (2006)

Der dänische Geistliche August kehrt aus dem Ausland von seiner Missionarsarbeit in sein Heimatland zurück. Seine Schwester ist plötzlich verstorben. August war nie mit dem Lebensweg seiner Schwester Christina zufrieden, denn sie war der ein Stern am Pornohimmel namens „The Princess“.

Er reißt seine fünfjährige Nichte Mia aus dem Umfeld ihrer verstorbenen Mutter und stellt erschrocken fest, dass sie sexuell missbraucht wurde. In August stirbt etwas ab, was ihn bisher zur Zurückhaltung gemahnt hatte. Die innere Stimme welche ihn bisher immer an das Gute im Menschen glauben lassen hat ist verstummt. Als er auch noch auf flapsige Produzenten und Akteure trifft platzt ihm der Kragen und ein blutiger Rachefeldzug gegen die gesamte Pornoindustrie beginnt. Als Zuschauer kann man die Überreaktion des Geistlichen so sehr nachvollziehen und steckt trotzdem im moralisch-ethischen Dilemma. Auf der Couch habe ich mich beim Zuschlagen und Wegschauen gleichzeitig erwischt.
Ein dänisches Kleinod, welches ich in meiner Sammlung nicht mehr missen will. Die Skandinavier könne  Filme machen, dass ist hinreichend bekannt. Im Animationsbereich sind sie eher ein unbeschriebenes Blatt. Ich war begeistert über diesen Film und schockiert. Der Klos im Hals taucht immer wieder auf, wenn ich nur an die Grausamkeiten denken muss, welche mit Mia und Christina veranstaltet und filmisch meist nur angedeutet werden. Der Film ist von Unterhaltung weit entfernt, aber notwendig und gut das es den Animationsfilm gibt, denn als Realfilm ist diese harte Seite der Realität nicht umsetzbar. Prädikat wertvoll.   

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