Dienstag, 23. August 2011

Filmreview: Film Noir (2007)

Es ist mutig und schon etwas anmaßend einen Film nach einem Genre zu benennen. Ich erwarte heftigen Protest, aber der Titel ist treffend. Der im Jahr 2007 veröffentlichte schwarz/weiße Animationsfilm spielt mit den Elementen des Genres und ist vollends gelungen. Er hat die dunkle Stimmung, den kniffligen Kriminalfall und selbstverständlich das nötige Quäntchen Erotik. Rundum komplett.
Die Hauptfigur und Erzähler wacht mit einer Kopfwunde auf und weiß nicht wo und wer er ist. Das Wo ist schnell geklärt, denn er liegt direkt unter den Lettern vom Hollywoodhügel.  Problem Nr.1 liegt direkt neben ihm: ein toter Polizist. Problem Nr.2 zieht weitere Probleme nach sich. Er weiß nicht wer er ist. Die Recherche ergibt das ziemlich abscheuliche Profil eines sadistischen Gangsters. Die Odyssee der Selbstfindung auf harter Art schleudert den Protagonisten von einer Hetzjagd zur nächsten, denn irgendwie scheint es ganz L.A. auf ihn abgesehen zu haben und wenn mal eine Person nicht gleich auf ihn schießt, wird er mit tiefster Verachtung gestraft.

Als großer Fan von animierten Filmen mit Anspruch hat dieser Film im Stil der 30er mir sofort gefallen. Die Geschichte ist verworren, stellenweise etwas verheddert aber nimmt den Zuschauer mit. Die FSK hat den Film ab 16 Jahren zugelassen und dies nicht grundlos. Der Film ist in den verschiedensten Nuance von Grautönen gehalten und Farbe wird zur Verstärkung nur punktuell eingesetzt. So wie ich es mag.

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