Montag, 15. August 2011

Cowboy Bebop


Ein Festivalbesuch zwang mich, wie immer bei Städtetrips, den örtlich ansässigen Comicshop aufzusuchen. Dank der Ortskenntnis meines Gastgebers wurde mir langes Suchen erspart, obwohl dies der heutigen Smartphonegeneration sicher immer befremdlicher wird. Zu meinem Bedauern stellte sich raus, dass Magdeburger im Comic Kombinat nahezu ausschließlich der deutschsprachigen Comicliteratur frönen. Wie auch immer, noch etwas stöbern musste sein und fand noch ein paar Sin City Ausgaben, ein italienischen Zombiecomic mit einer nackten Schönheit auf dem Cover (was an dem gesamten Comic auch schon das Beste war) und ein limitiertes deutsches Simpsons Comic. Ich war aber immer noch etwas untershoppt. Die riesige Auswahl an Mangas, welche eigentlich nicht mein Fall sind, brachte mich auf den Gedanken mal nach dem bei Ehapa erschienenen Cowboy Bebop Ausgaben zu Fragen und tatsächlich hatte er die dritte Ausgabe noch vorrätig. Für diejenigen, welche Cowboy Bebop noch nicht kennen ist folgender Fund meiner Recherche recht interessant:


"Do you know that there are 3 things I particularly hate? Kids, animals, and women with attitude. So tell me Jet, how come we have all 3 of them neatly gathered in our ship?!" Spike Spiegel

 

Eigentlich sagt dieses Zitat Alles und Nichts aus. Cowboy Bebop spielt im Jahr 2071. Die Erde ist nahezu unbewohnbar geworden und eine Planeten sowie Trabanten des Sonnensystems besiedelt worden. Im All wurden Gates gebaut zur schnellen Überwindung von langen Distanzen. Die Bebob ist ein Raumschiff mit zwei Cowboys, so werden Kopfgeldjäger genannt, welche ihre Aufträge per TV-Sendung mitgeteilt bekommen. Spike Spiegel ist ein ausgestiegener Mafiosi, wobei ausgestiegen etwas lapidar ausgedrückt ist. Spike hat seinen Tod vorgetäuscht um aus den Fängen des Red Dragon Syndikats zu kommen. Die Vorgeschichte von Spike zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Serie, wird jedoch nur in einer Folge tatsächlich auf den Punkt gebracht. An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass gerade dieses Element mir am besten gefallen hat. Bei seiner Flucht vor dem Syndikat musste er seine geliebte Julia zurücklassen, was seine dauerhafte mentale Abwesenheit erklären dürfte, welche nur durch die Jagd auf ein Kopfgeld zum Bezahlen der nächsten Mahlzeit unterbrochen wird.

Jet Black ist ein kybernetisch ergänzter Ex-Bulle und bekocht die Crew der Bebop. Er ist Vater- und Mutterfigur gleichzeitig. Ehrenvoll und weiss wann es nötig ist wieder mal den Kühlschrank zu füllen. Mehr ist zu dem ehemaligen korruptionshassenden ISSP-Fahnder eigentlich nicht zu sagen.

Die beiden bekommen im Laufe der in Deutschland auf MTV ausgestrahlten Serie Zuwachs. Faye Valentin ist eine für 50 Jahre kryogen konservierte mit ihren Reizen spielende verlorene Seele, welche ihre Spielsucht mittels Kopfgeldjagd finanziert. Ed ein Hackergenie und ein 11 jähriges Mädchen, was der selbstgewählte Name nicht vermuten lässt. Ergänzt wird die Mannschaft durch den zugelaufenen hyperintelligenten Hund Ein(stein).


Die Serie hatte mich von Anfang an hellauf begeistert. Zum einen bin ich für Science Fiction und dazu noch animiert stark empfänglich, jedoch hat dieser Anime seinen Reiz speziell in der eingesetzten Musik. Die Musik stammt zu großen Teilen von Yoko Kanno mit der Band The Seatbelts. Der Soundtrack ist mittlerweile als Kult anzusehen und ist in der vollständigen Fassung fast schon unerschwinglich. Der Blues und Jazz sowie der Zeichenstil sind genreprägend. Schön wär es. Es kam nie wieder etwas auch nur Ähnliches. Hier ein kleines Schmankerl, welches den Stil der Serie sehr gut aufzeigt:

Seit Jahren zischen Gerüchte durchs Netz, dass es eine Realverfilmung von Cowboy Bebop geben würde. 2009 wurden diese Gerüchte nochmal angeheizt, als es hieß Keanu Reeves hätte für die Rolle des Spike bereits unterschrieben und der Film solle 2011 erscheinen. Wir haben mittlerweile 2011 fast hinter uns und still ruht der See. Schade eigentlich, denn egal ob die Verfilmung schlecht geworden wäre oder nicht…ich will mehr von der Bebop.

Am Schluss komme ich dann mal zum Comic. Es ist die Ausgabe 3 aus dem Ehapa Verlag und was soll ich mehr sagen, als das ich bereits die anderen beiden Ausgaben bestellt habe.


Kommentare:

  1. Der Intro-Song war damals der Grund für mich die Serie zu sehen. Der ist nämlich echt geil! Die Mangas hab ich auch nur doof das der dritte Band bei mir ein etwas anderes Format als die anderen hat.

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  2. So Bestellung ist da und bei mir hat der erste Band nen anderes Format, naja...

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