Donnerstag, 14. Juli 2011

Comicreview: Jazz Maynard – Home Sweet Home

Jazz Maynard würde nach dieser neumodischen Definition wahrscheinlich unter die Kategorisierung Graphic Novel gezählt werden. Es ist ein Comic und ein grandioser dazu. Wer nichts mit Superhelden und fliegenden Monstern anfangen kann wird bei dieser Geschichte vollends unterhalten.
Das Grundthema befasst sich mit einem Elendsviertel namens El Raval in Barcelona, welches in den Fängen der örtlichen Mafia sich keinen Schritt nach vorn bewegt. Die Haupt- und Titelfigur, ein erfolgreicher New Yorker Trompeter kehrt nach einem Jahrzehnt in seine Heimatstadt Barcelona zurück und findet diese nahezu unverändert vor. Bereits in jungen Jahren gründete Jazz mit zwei Freunden ein Bande, welche sich mit kleineren, jedoch recht geschickten Gaunereien über Wasser hält. Die Qualität ihrer Beutezüge beeindruckt das Syndikat und dieses macht ein Angebot, welches man nicht ablehnen sollte. Mehr will ich an dieser Stelle noch nicht verraten.
Die Zeichnungen sind sehr beeindruckend und es wird effektvoll dezent mit Farbe, Licht und Schatten gearbeitet. Die Charaktere sind alle glaubwürdig gestrickt und lassen Raum für Interpretationen sowie lassen erahnen was noch kommen kann.

Die Storyline der Autoren Raule und Roger, mit den sehr gut umgesetzten Wendungen, ist spannend und ein Kauf nur zu empfehlen.  Auf Deutsch ist bisher ist im letzten Jahr nur der ersten Band aus dem Jahr 2007 im Verlag Nona Arte erschienen. Bleibt zu hoffen, dass weitere Bände folgen.

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