Sonntag, 10. Juli 2011

Comicreview: Der Tod des Comic-Typs! R.I.P. Jeff Albertson

Mein erster Blog zum Thema Comic beschäftigt sich ausgerechnet mit dem Tod des Comic-Typen aus dem Springfielder Simpsons-Universum. Man kann ihn für unsympathisch, kontrollsüchtig, gierig, fett und vieles mehr halten, aber er ist doch liebenswürdig. Es wurde höchste Zeit, dass dieser Figur ein eigenes Comic gewidmet wird. Ich gebe zu mir bereits im letzten Jahr die originalen US-Ausgaben gekauft, eingetütet, weggestellt und vergessen zu haben. Nun mit der Veröffentlichung der ersten deutschen Ausgabe musste ich sie doch glatt ausgraben.
Schnell kam ich zu dem Schluss: Selten hat mir ein Comic der Simpsons SO gut gefallen. Sergio Aragones erste Simpsons-Ausgabe (deutsche Ausgabe Nr.168) war schon ein Knaller, jedoch die Mischung aus Trauer, Witz und Hommage an die Comicwelt ist für jeden Nerd absolut lesenswert. Der Auftritt von Stan Lee, Gill als Auktionator und die Einleitung mit den Sterbeszenen sind allein schon das Geld wert. Der Rest ist nicht nur Aufwertung sondern Unterhaltung pur. Also kaufen, lesen und genießen. 


Das Cover spielt augenscheinlich auf die erste Ausgabe (deutsche sowie US-Version) der Simpsons an. Näheres erläutert das Schlusswort der Ausgabe dieser aus drei Teilen bestehenden Mini-Reihe. Selbstverständlich taucht bei mir als Sammler der Simpsons-Comics auch mit schlechten Mathematikkenntnissen eine Frage für die deutsche Veröffentlichung auf. Wie werden die fünf originalen US-Ausgaben auf drei Hefte aufgeteilt?


Update Nr.1 vom 11.07.2011

Den Kommentar vom El Tofu nehme ich mal zum Anlass doch noch etwas zu den Simpsons Comics zu schreiben. Erst einmal ist die Qualität der Übersetzung bei den Simpsons von mir schwer einschätzbar, da ich traditioneller Weise die Simpsons Comics in deutscher Ausgabe kaufe. Beim kurzen vergleichenden Überfliegen der ersten Ausgabe ist mir jedoch keine Unstimmigkeit aufgefallen. 

Ich möchte an dieser Stelle mich aber mal für die Übersetzer in die Bresche werfen und erwarte selbstverständlich, eventuell nicht ungerechtfertigt, heftige Kritik und Gegenwehr. Ich möchte mit einem Übersetzer nicht tauschen, dieser sicher nicht mit mir und ein Verlag möchte mich sicher auch nicht, aber eine punktgenaue Übersetzung ist für mich in Einzelfällen nicht möglich. Die englische sowie die deutsche Sprache haben Begriffe und auch Zweideutigkeiten, welche schwer zu übersetzen sind. Ein englisches/deutsches Wort kann übersetzt zwei Sätze einnehmen. In solchen Fällen muss man Kompromisse machen, welche auf Kosten des Witzes gehen können. Ich erinnere mich da gerne an eine Folge/Film (weiss nicht mehr so genau) in welcher Bart im Original „but, but, but….“ Ruft und dies mit „aber“ übersetzt wurde. Ich habe auch überlegt, wie man es eventuell besser hätte machen können, war aber meine Ideen waren alle a****los. 

Zur Qualität der Comicreihe habe ich mir auch meine Gedanken gemacht und bin dabei zu dem Schluss gekommen, dass die Autoren mit den heften einen Kompromiss eingehen, der nicht zwangsläufig für den interessierten Simpsons-Fan vorteilhaft ist, jedoch die Umsatzzahlen erhöht. Mit den Comics sowie inzwischen leider auch mit der Serie soll zusätzlich junges Publikum gewonnen werden. Dies führt zu einer Eigenzensur, welche den „erwachsenen“ Leser/Zuschauer“ verprellt. Ich habe keinen Überblick über die Verkaufszahlen und somit über den Erfolg über diese Strategie, kann es aber ökonomisch verstehen.     
  
Warum ich die Simpsons grundsätzlich auf Deutsch lese? Diese Reihe hat nur durch den Einzug meiner Freundin den Einzug in die Sammlung gefunden. Sie liest seit der ersten Ausgabe die Comics durch Ihren Vater (Baujahr 1947!!!). Für ihn ist es immer noch „Klolektüre“, wodurch mir viele Ausgaben doppelt vorliegen. Eine kleine Anekdote muss zum Schluss noch folgen:
Mit dem Auszug aus dem Elternhaus suchte meine Freundin ihre sieben Sachen zusammen und musste feststellen, dass die ersten 50 Simpsons Hefte (inklusive Beilagen) sowie die komplette Beavis und Butthead Sammlung nicht auffindbar sind. Im Keller sicher eingelagert und verschwunden. Die Nachfrage beim Vater ergab ein verzweifeltes Kopfschütteln und erzeugte auch bei ihm einen Suchzwang. Die Nachfrage bei der Mutter brachte Erleuchtung und Verzweiflung. Die Comickiste landete beim Altpapier….

Nachdem diese tragische Nachricht verdaut war kam Madame zu einem Entschluss, welcher mich heute noch etwas Stolz macht. Beim Auszug wurde ein antiker Ganzkörperspiegel eingehamstert. Es folgte ein allmonatliches Nachfragen ihrer Mutter, ob sie denn ihren Spiegel zurückhaben könne, welche mit der Antwort bedient wurde, dass dieser gegen die Simpsonssammlung bzw. den Kostenersatz für die inzwischen erfolgte Wiederbeschaffung ausgetauscht werden würde.

Kommentare:

  1. Hat mir auch sehr gut gefallen, besonders da die Fortlaufende serie echt grausig geworden ist. Hol mir da zwar immer mal ne Ausgabe, aber so richtig konnte da schon kein Heft mehr überzeugen.
    Das man 5 Hefte in 3 packt ist irgendwie komisch aber na ja. Wie ist den die Übersetzung? Werd mir die Hefte eh nicht noch mal holen, zumkindest nicht als Floppy als Trade könnte ich wieder schwach werden.

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  2. Comics wegwerfen ist echt fies, kann da auch ein paar Geschichten in die Richtung erzählen.

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